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Gedenkkerze
Jana
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Judith Kropf
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Naomi
Lieber Boje,
wie gerne hätte ich mit dir heute deinen 69. Geburtstag gefeiert. Du hattest uns zum Grillen eingeladen und wir hatten uns schon so darauf gefreut. Auch wenn du immer gesagt hast, dass du auf deine Figur achten willst, hatten wir dir schon deine Lieblingsschokolade besorgt – Dubai-Schokolade.
Du hättest Zeit mit Jannik verbracht und miterlebt, wie er das erste Mal Brei isst. Du hättest ihn zum Lachen gebracht und abends, wenn ich mit Jannik zu Bett gegangen wäre, hättest du dich – wie so oft – noch mit Doris und euren drei wundervollen Kindern hingesetzt und einfach über alles geschnackt. Dann hätte es sicher noch den einen oder anderen Kurzen gegeben und alle wären glücklich ins Bett gegangen.
Es ist für mich noch immer unbegreiflich, dass du von uns gegangen bist. Du hast noch gesagt, dass es dir schon besser geht. Umso schwerer trifft uns alle dein Verlust. Es tut mir wirklich in der Seele weh. Oft glaube ich noch immer, dass alles nur ein Albtraum ist, aus dem ich einfach nicht erwache.
Das Haus ist so leer ohne dich. Man wartet ständig darauf, dass du um die Ecke kommst, weil du vorher noch mit dem Fahrrad unterwegs warst oder gerade aus Büsum zurückkommst.
Immer wieder stellt man sich die Frage nach dem Warum. Und ob man irgendetwas hätte tun können, um alles zu verändern. Wenn wir könnten, würden wir jeden Hebel in Bewegung setzen, um deinen Verlust ungeschehen zu machen.
Die Lücke, die du hinterlässt, wird sich niemals schließen.
Ich möchte, dass du weißt, was für drei wundervolle Söhne ihr großgezogen habt, die auch in dieser schweren Zeit zusammenhalten. Und was für eine unglaublich starke Ehefrau du hast.
Ich danke dir für deinen Sohn Jan Henrik. Er ist ein wundervoller Ehemann und Vater. Wenn ich sehe, wie Jan Henrik mit Jannik spielt, erkenne ich so vieles von dir in ihm wieder.
Ich danke dir und euch dafür, dass ihr mich ohne Wenn und Aber wie eine eigene Tochter aufgenommen habt und auch meine Schwestern immer willkommen waren. Ihr wart auch für mich da, als meine Oma und meine Mutter gestorben sind.
Ich möchte mich aus tiefstem Herzen für alles bedanken. Und ich bin unendlich froh und stolz, dass du mich bei unserer freien Trauung zum Altar geführt hast.
Ich schließe dich und auch deine Mutter in meine Gebete ein. Eines Tages sehen wir uns alle wieder. Bis dahin beschütze uns von oben.
Hab dich lieb
Gedenkkerze
Andrea Tudsen, geb Stühmer